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Archive for April 2010

Große Entwicklungssprünge macht der Sohn gerade – alles will er selbst machen, genau wie die Großen. Vieles klappt auch schon echt gut. Vor allem aber sprachlich machen sich die Fortschritte bemerkbar. Sein Wortschatz wächst rasant, und er kann sich schon richtig gut verständigen. Dreiwortsätze sind auch keine Seltenheit mehr. Natürlich kommt es nun auch zu immer mehr komischen Äußerungen seinerseits. Wie gestern, nachdem er mich gnädigerweise bis um neun hat schlafen lassen (wow!), und ich in Schlafmontur samt Brille sein Zimmer betrat. Sofort rappelte er sich auf und krähte fröhlich: „Hallo Mama!,“ um gleich darauf hinzuzufügen: „Hallo Brille!“ .. Ich hätte mich wegschmeißen können.

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Freude

Nun schrieb ich ja bereits, dass ich mich mittlerweile in Potsdam echt wohl fühle. Aber manchmal kommt es eben noch besser: Vor zwei Tagen bekam ich einen Anruf, angezeigt wurde eine Potsdamer Nummer, was mich ein wenig wunderte, weil ich da ja eigentlich kaum jemanden kenne, der mich anrufen könnte. Nun war es aber die Leiterin der Kita, bei der wir uns um eine Platz für den Sohn beworben hatten, die uns aber leider wegen zu vieler anderer Bewerber absagen mussten. Ob wir denn schon einen Kindergartenplatz gefunden hätten, fragte sie. Ich verneinte, denn leider hatte sich ja bisher nichts ergeben. Und dann, tirili, sagte die mir, dass sie nun doch einen Platz für uns hätten, da ein Kind nun doch schon dieses Jahr eingeschult würde. Oh, wie habe ich mich gefreut! Wir hatten ja eh ab und zu nochmal nachfragen sollen, aber dass es doch noch geklappt, daran hatte ich eigentlich nicht mehr geglaubt. Umso größer war dann natürlich die Freude. Nun kann also der Sohn ab September wieder halbtags in die Kita, was uns beiden sicher gut tun wird, zumal ich ja auch noch Zusatzausbildungen plane. Und vorher können wir noch zusammen den Sommer genießen und sämtliche Spielplätze auf ihre Tauglichkeit testen.

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Wie das juckt…

Oft weiß man Dinge ja erst zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat. Nun war ja einer der Gründe, warum es Familie Andscha wieder ins schöne Brandenburg gezogen hat, die großzügige Anwesenheit von Wasser in mannigfaltiger Form: Seen, Tümpel, Flüsschen… Nur leider bringt das auch so manch lästiges Getier mit sich, wie ich heute am eigenen Leib erfahren durfte. Im schönsten Sonnenschein, fröhlich am Buddeln mit dem Sohn im Garten der Schwiegereltern, erwischten sie uns: fiese Mücken. Schon allein dieses Surren, und dann das fiese Piksen, wenn die einen hinterrücks von hinten anfallen und in die durch unvorteilhaft geschnittene Jeans freiliegende Hüfte stechen. Aaaargh! Und dann dieses Jucken! Mein Schwiegerpapa mag mich für ein Weichei halten, aber ich war noch nie eine von der Sorte, die dieses fiese Gefühl einfach ignorieren können. Und wenn man sich dann an den Mückenstichen zu schaffen macht, wirds ja auch nicht besser… Aber da muss ich wohl durch. Immerhin ist dies eine Sache, die Aachen der Heimat voraus hat: Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dort jemals von einer Mücke gestochen worden zu sein.

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… Nein, noch nicht ganz. Aber es wird! Jetzt bin ich schon so lange weg aus der Kaiserstadt, und so langsam wirds auch mit der Wohnung – sie ist zwar bei Weitem noch nicht komplett, aber schon etwas wohnlicher. Und wenn uns das schwedische Möbelhaus gewogen ist, haben wir auch bald eine Küche. Im Moment behelfen wir uns noch mit Abwaschschüssel und Kochplatte. Das ist zwar sehr urig und hält die ältere Verwandtschaft immer dazu an, spannende Anekdoten aus Ihrer Vergangenheit zu erzählen, ist aber sonst sehr unpraktisch. Wie ich mich uf die Küche freue – und dann noch mit Geschirrspüler! Frau Andscha im Glück!

Ansonsten muss ich sagen, das wir es mit Wohnung und Wohngegend wirklich sehr gut getroffen haben. Ein schönes Viertel, tolle Häuser und viele, viele Kinder. Ebenfalls nicht zu vergessen: Die schöne Umgebung samt royalem Park, von dem der Sohn anscheinend wohl schon denkt, er sei seiner. Er hat sich wirklich toll hier eingelebt, ohne Probleme. Nur dass wir jetzt wieder den ganzen Tag aufeinanderhocken, ist wohl für uns beide eine Umstellung. Mal sehen, wann es mal was wird mit einem Krippenplatz.

Ein weiterer Vorteil, hier zu residieren, ist natürlich noch die Nähe zur Hauptstadt. Das habe ich auch gleich fleißig ausgenutzt und war auf zwei sehr schönen Konzerten: Zuerst bei Sivert Höyem, vormals Sänger der genialen Band Madrugada, nach deren Auflösung jetzt solo unterwegs. Ich sags Euch: Als die schönen Stimmen verteilt wurden, hat der Mann wohl am lautesten „Hier!“ gerufen. Hach. Ganz wunderbares Konzert. Mein Lieblingslied von ihm stammt aber noch aus Madrugada-Zeiten:

Und dann, letzte Woche, gaben sich Tocotronic mal wieder die Ehre. Ich hatte das Glück, quasi in letzter Minute noch ein Ticket zu ersteigern, sogar zu ganz moderatem Preis. Ich hätte mich auch sehr geärgert, wenn ich das Konzert in Berlin verpasst hätte, wo sie doch schon so lange eine meiner Lieblingsbands sind. Hier gibts das Video zur wunderbaren neuen Single „Im Zweifel für den Zweifel“.

Und was bringt die nächste Zeit? Stadt entdecken, Studienberatung (Frau Andscha wills nochmal wissen), Geburtstag, Ostsee. Ich freu mich.

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