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Archive for September 2009

Uiuiui

So, jetzt habe ich ihn hinter mir, den ersten richtigen, öffentlichen Wutanfall meines Kindes. Und das auch noch mitten im Babyausstattungsladen.

Weil ich noch ein paar Sachen vorm Urlaub kaufen wollte (unter anderem Gummistiefel – ich kenne meinen Sohn schließlich), fuhr ich direkt nach der Krippe samt Sohn in besagten Laden, dieses Mal einer, der nicht ganz in unserer Nähe war, den ich aber mal ausprobieren wollte. Ich habe auch alles Gewünschte bekommen, wunderbar. Derweil hatte der Sohn ein Spielzeug entdeckt, das man an einem Stöckchen beim Laufen vor sich herschieben kann und das dabei natürlich Krach macht. Davon gab es aber mehrere, und eins reicht ja nicht, also musste das Kind in jeder Hand eines vor sich herschieben. Irgendwann stolperte er aber über die Spielzeuge und fiel hin (wobei auch noch eines davon zerbrach, was wir aber zum Glück nicht ersetzen mussten). Großes Geschrei, Kind aber unversehrt, ich nehme ihn auf den Arm und das unversehrte Spieldingens in die andere Hand. Großer Fehler. Das Geschrei wuchs ins Unermessliche, Kind wütete, schlug um sich, ich fragte mich, ob es sich nicht doch weh getan hat (klang jedenfalls so). Probeweises Absetzen des Wüterichs und Spielzeug-in-die-Hand-drücken half schließlich. Da ich das Spielzeug, von dem ich beschlossen hatte, es käuflich zu erwerben, nachdem der Sohn damit so verzückt durch den Laden gewetzt war, dann wieder an mich nehmen und bezahlen wollte, ging das Gleiche wieder von vorne los. Himmel, war mir das peinlich. Ich bekam auch prompt einen Schweißausbruch. Jetzt kann ich mir vorstellen, wie man sich als Mutter an der Süßigkeitenkasse fühlt. Erst ein von der Kassiererin gereichter Keks konnte das Kind besänftigen. Nein, eigentlich zwei Kekse, den der Sohn begnügt sich nie damit, nur einen aus der Dose zu nehmen. Man hat ja schließlich zwei Hände, siehe oben.

Als die Kekse schließlich verspeist waren, und wir uns schon im Auto und im schönsten Aachener Stadtverkehr befanden, ging das Geschimpfe weiter. War es Hunger, Müdigkeit, Gnatz? Ich weiß es nicht, hier war ich selbst überfragt, trotz mittlerweile quasi absolutem Gehör für alle Nuancen des Kindergeschreis. Ich denke, es sind die Zähne (jaja, ein Allgemeinplatz, ich weiß), denn derer wollen gerade mehrere an die Oberfläche, und dann auch noch im Backenbereich. Ein gutes hat das Ganz ja: Mein Kleiner ist auch einmal sooo kuschlig… schöööön.

Trotzdem: wird Zeit, dass der Kindsvater nach Hause kommt!

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… habe ich, weil ich fand, dass ich unter der Woche viel zu selten selbst koche. Deswegen habe ich heute mal was Neues ausprobiert: Makkaroni-Auflauf mit Broccoli und Nuss-Kruste nach einem Rezept aus der „LECKER“ vom November 2006 (oh je, so lange wartet das schon aufs Nachkochen???). Drin sind, wie zu erwarten, Nudeln und Broccoli, und eine Soße aus Eiern, Milch, Sahne, Parmesan, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen, und oben drauf kam ordentlich geriebener Käse sowie Erdnüsse und Mandeln. Sah auch alles ganz toll aus, aber leider fand ich das Ergebnis nicht so berauschend. War mir etwas zu eierig, die Soße. Lag aber wohl am Rezept, nicht an mir (natürlich!). Naja, Versuch macht kluch.

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Diese Woche bin ich mit dem Sohn alleine, habe also quasi „sturmfrei“, weil der Mann auf einer Weiterbildung ist. Aber nichts von wegen „Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch“… hier gibts ganz schon viel zu tun, und es hört-ja-nicht-auf. Bäder putzen, vom Kinde pausenlos fabrizierte Krümel wegsaugen, -fegen, -sammeln, meinen Kram auch etc. pp. Und dann noch diverse Besorgungen und plupp! ist schon wieder Abholzeit für den Sohn.

Aber ich muss sagen, dass ich es mir „schlimmer“ vorgestellt habe. Bis jetzt gehts eigentlich, und der Kleine ist auch soweit lieb und kooperativ. Nur morgens ist es ein bisschen anstrengend, wenn er nicht versteht, warum ich ihn denn wieder in sein Bettchen setze, obwohl er doch gaaanz dringend seine Milch braucht. Aber das die erstmal gemacht werden muss… (also die zum Anrühren, ne!). Wenn er dann schreit, tut er mir immer ziemlich leid. Aber ansonsten klappts ganz gut mit uns beiden.

Auuußerdem gehts ja in ein paar Tagen an die Ostsee, und da freue ich mich schon wie Bolle drauf. Was mich aber geärgert hat: Als ich letztens mit meinem Onkel telefonierte (selbiger war just aus Bulgarien wieder eingeflogen), und ich meinte, dass ich auch urlaubsreif sei, meinte er nur spöttelnd: „So siehst Du schon aus!“ Nun ist besagter Onkel wirklich in Ordnung, aber was soll das denn bitte? Jetzt mal im Ernst: Darf man als („nur“???) Hausfrau und Mutter etwa nicht mal Lust auf Tapetenwechsel haben? Es ist ja nicht so, dass ich hier den ganzen Tag Däumchen drehe, und der Alltag mit Kind ist ja trotz aller tollen Momente doch etwas anstrengend und eintönig, von der Hausarbeit gar nicht zu sprechen. Ist ja okay, Kinder brauchen ja eine gewisse Routine. Aber habe ich ein paar Tage am Meer etwa nicht verdient, weil ich keine Büroschichten oder so etwas schiebe? Ein bisschen gekränkt war ich da schon, muss ich sagen. Aber wie das so ist: Hausarbeit und Kinderpflege wird ja nicht ernstgenommen.

Aber gut, ich rege mich am besten einfach nicht weiter drüber auf, sondern freue mich lieber auf die Ostsee (hier bitte ganz viele Herzchen einsetzen).

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Es ist Herbst

Das merke ich nicht nur an den bunten Blättern, den Kastanien und (jetzt neu!) der Sorge ums Wohl des Kindes („Mist, wir haben noch gar keine Winterjacke!!!“ – das Problem ist aber mittlerweile behoben), sondern auch daran, dass ich wieder öfter Musik rauskrame, die den Rest des Jahres nicht ganz so oft in den CD- oder Sonstwasspieler kommt. Dazu gehören so Musiker wie Katie Melua, Norah Jones und eben auch Element of Crime. Fragt nicht, warum, ist einfach so. Irgendwie verbinde ich die mit Herbst. Und dann, in dieser Jahreszeit,machen sie mir ein ganz wunderbares Gefühl im Bauch – so eine Mischung aus Melancholie, Geborgenheit und Glück.

Wat hab ick mir also jefreut, als letzte Woche eine neues Album von Element of Crime rauskam: „Immer da wo Du bist bin ich nie“! Das wurde dann auch gleich käuflich erworden und rotiert auch recht fleißig hier in der Anlage. Nun ja, ein bisschen sehr countrylastig ist die Musik dieses Mal schon, aber das ist mir wurscht, weil die Texte wie immer einfach nur formidabel sind. Das macht Spaß, auch beim Hundersten Hören!

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So warf ich dann letztens zufällig einen etwas genaueren Blick auf die frischgekaufte Tube Tomatenmark (tut man das nicht viel zu selten, also, das Design der alltäglichsten Dinge zu würdigen?), freute mich über die darauf abgebildeten, saftigen Tomaten und stolperte alsbald über dieses kleine, auf Lebensmittelverpackungen aller Art oft zu lesende Wort: Serviervorschlag.

So.

Nun frage ich mich: Was will mir dies sagen? Soll das der Absicherung des Herstellers dienen? Dass in der Tube nicht die eben erwähnten und auf selbiger zu sehenden prallen Tomaten enthalten sind (und wenn ich noch so sehr drücke!) ist mir durchaus bewusst. Und wenn ich diesen Serviervorschlag nun wörtlich nehme – wie um Himmels Willen soll ich aus dem Zeug in der Tube etwas hinbekommen, was der Abbildung auf der Tube entspricht??? Kneten, polieren, grüne Bubbel draufsetzen? Wollen die mich verscheißern?

Also nee, ich bin ganz perplex. Wenn allerdings jemand die Sache ganz plausibel erklären kann: nur zu! Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar.

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Darum…

… war ich eine Weile recht inaktiv hier: Sohn krank, Mann krank, ich krank (nicht doll, der übliche Kram, den Kinder halt aus der Krippe anschleppen), Strickwahn, kranke Schwägerin und daraus resultierende lange Telefonate, Mangel an Themen, die ich für relevant hielt.

Ich gelobe Besserung!

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Das muss mal gesagt werden

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Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass so ein kleiner Stöpsel das absolut Größte ist?…

Warum?

Weil mir jeden Tag aufs Neue das Herz übergeht vor Liebe.

Wenn er nachts schlecht geschlafen hat oder den Schnuller nicht wiederfindet und erst fest an mich gekuschelt wieder selig einschlummert.

Wenn er mir stolz wie ein Schneekönig seine völlig angesabberte Möhre hinhält und mich abbeißen lassen will.

Wenn er ebenso stolz das Bücherregal, seine Wickelkommode (etc. pp.) ausräumt und mir jedes Buch, jede Windel (etc. pp.) einzeln bringt.

Wenn er sich beim Ballspielen kaputtlacht, wenn die Eltern die Ball hinterherhechten.

Wenn auf die Frage „Möchtest Du baden gehen?“ plötzlich ein völlig entschlossenes „Ja!“ samt Kopfnicken folgt.

Jedes Mal, wenn ich seine winzigen Schühchen neben unseren im Flur stehen sehe.

Und überhaupt immer wieder.

… und hätte mir das einer vor drei, vier Jahren prophezeit – ich hätte ihn für bekloppt gehalten.

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